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Stell dir mal folgende Szene vor: Du hast dir endlich vorgenommen, „jetzt wirklich mal was fürs Kind zu machen“. Der Plan: ein Depot eröffnen, Sparplan starten, ein bisschen Vermögen für später aufbauen. Voller Motivation setzt du dich also abends mit deinem Laptop hin, gibst bei Google „World ETF Kind“ ein – und dann springen dir ellenlange Namen entgegen wie „iShares Core MSCI World UCITS ETF (Acc)“ oder „Xtrackers MSCI ACWI IMI UCITS ETF 1C“.
Und da beginnt bei den meisten die Überforderung. Du wolltest doch nur einen simplen Fonds, mit dem du deinem Kind etwas Gutes tust. Stattdessen findest du eine kryptische Abkürzung nach der anderen. Genau an diesem Punkt steigen viele Eltern frustriert aus – und verschieben das Thema wieder auf „irgendwann“. Blöd nur, dass „irgendwann“ meistens viel später ist… und das Geld bis dahin nicht für dich arbeitet.
Das Problem: World ETFs sind total sinnvoll fürs Kinderdepot, weil sie breit gestreut sind und Eltern sich nicht täglich um Kurse kümmern müssen. Aber die Namen klingen wie ein Fremdsprachen-Test, den keiner bestehen will.
Die gute Nachricht: Hinter diesem ganzen Namenswirrwarr steckt ein ziemlich einfaches System. Wenn du einmal weißt, wie man die Begriffe liest, wirkt das alles nur noch halb so wild. Und genau das schauen wir uns heute an:
- Was ist ein World ETF überhaupt?
- Wie liest du einen ETF-Namen, ohne ins Schwitzen zu geraten?
- Welche Unterschiede sind wirklich wichtig – und welche kannst du getrost ignorieren?
Also: Mach’s dir gemütlich, schnapp dir einen Kaffee und lass uns den ETF-Dschungel Schritt für Schritt durchforsten.
Was ist ein World ETF überhaupt?
Bevor wir ins Detail gehen, lass uns mal ganz einfach starten. Ein World ETF klingt erstmal nach einem komplizierten Finanzprodukt, ist aber im Kern total simpel.
Stell dir Folgendes vor:
Du willst für dein Kind nicht nur ein einzelnes Unternehmen kaufen (z. B. „ich setze alles auf Lego“), sondern gleich einen riesigen Warenkorb mit hunderten Unternehmen. Damit bist du nicht abhängig davon, ob Lego gerade einen guten oder schlechten Lauf hat – sondern du profitierst davon, wie die Weltwirtschaft insgesamt wächst.
Genau das macht ein World ETF.
- ETF bedeutet „Exchange Traded Fund“. Heißt: ein Fonds, der an der Börse gehandelt wird.
- World bedeutet: Dieser Fonds bildet die Entwicklung von Unternehmen auf der ganzen Welt ab.
Die bekanntesten „World-Indizes“:
- MSCI World
Enthält ca. 1.500 große und mittelgroße Unternehmen aus 23 Industrieländern. Schwerpunkt: USA (die machen meist über 60 % aus). Keine Schwellenländer. - FTSE All-World
Noch breiter: ca. 4.000 Unternehmen, inkl. Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien.
Für Eltern heißt das: Mit einem einzigen World ETF bist du schon ziemlich breit aufgestellt, ohne dass du 100 Einzelaktien kaufen musst.
Warum ist das spannend fürs Kinderdepot?
- Langfristigkeit: Du sparst für 10–18 Jahre. Da macht es Sinn, auf die Weltwirtschaft zu setzen statt auf Einzelwetten.
- Breite Streuung: Viele Firmen, viele Länder. Das Risiko verteilt sich.
- Einfachheit: Ein einziger ETF kann reichen, um den Grundstein fürs Depot zu legen.
Oder anders gesagt: Mit einem World ETF gibst du deinem Kind ein kleines Stück vom globalen Wirtschaftskuchen.
Der ETF-Namenswirrwarr – so liest du einen ETF-Namen richtig

Jetzt wird’s spannend: Warum heißen die Dinger eigentlich alle so kompliziert?
Ganz einfach: Ein ETF-Name besteht aus mehreren Bausteinen – wie ein Sandwich. Wenn du die Zutaten kennst, kannst du ihn plötzlich lesen wie ein normales Etikett.
Beispiel: iShares Core MSCI World UCITS ETF (Acc)
- iShares → Das ist der Anbieter (in dem Fall BlackRock, einer der größten).
- Core → „Basis“-Produkt, meist günstigere Variante.
- MSCI World → Das ist der Index, also die „Landkarte“, nach der der ETF investiert.
- UCITS → Strenge EU-Regelung für Fonds (gut für dich, weil sicher und transparent).
- ETF → Fonds, der an der Börse handelbar ist.
- (Acc) → Bedeutet thesaurierend = Gewinne werden automatisch wieder angelegt.
Weitere Begriffe, die dir begegnen:
- Dist oder (Dis) → Ausschüttend = Gewinne werden auf dein Konto ausgezahlt.
- Swap → synthetisch replizierend (Nachbildung über Tauschgeschäfte, eher Nerd-Level).
- Physisch → ETF kauft die echten Aktien (das verstehen die meisten Eltern leichter).
Klingt kompliziert, ist aber eigentlich nur eine Art Baukasten.
WTF-Fakt (Scroll-Stopper)
Allein auf den MSCI World gibt es über 20 verschiedene ETFs. Gleicher Index, verschiedene Anbieter – und der Unterschied liegt oft nur bei winzigen Details wie Kosten oder ob ausgeschüttet wird.
Das Wichtigste für dich:
- Der Anbieter ist nicht entscheidend – Hauptsache, es ist ein großer und seriöser.
- Der Index bestimmt, was im ETF drinsteckt.
- Acc vs. Dist sagt dir nur, ob Gewinne wieder angelegt oder ausgezahlt werden.
Also: Keine Panik mehr beim Namenslesen. Denk einfach: „Ach so, das ist nur die Zutatenliste – und ich darf entscheiden, ob ich lieber mit Schokolade oder mit Nüssen will.“
Wichtige Unterschiede bei World ETFs
Okay, wir wissen jetzt: Ein ETF-Name ist wie eine Zutatenliste. Aber welche Zutaten sind für dich als Elternteil wirklich wichtig – und welche kannst du einfach ignorieren? Hier kommt der Überblick:
a) Der Index
- MSCI World: ca. 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Schwerpunkt USA (meist 60 %+).
- FTSE All-World: ca. 4.000 Unternehmen, inkl. Schwellenländer (China, Indien, Brasilien).
Unterschied: MSCI World ist etwas „schlanker“, FTSE All-World breiter gestreut.
b) Thesaurierend vs. Ausschüttend
- Thesaurierend (Acc): Gewinne werden automatisch wieder angelegt → ideal, wenn du langfristig fürs Kind sparen willst.
- Ausschüttend (Dist): Gewinne landen regelmäßig auf deinem Konto. Könnte spannend sein, wenn Oma oder Opa direkt „sehen“ wollen, was rauskommt.
c) Kosten (TER – Total Expense Ratio)
- ETFs haben jährliche Verwaltungsgebühren.
- Beispiel: 0,20 % vs. 0,40 %. Klingt wenig, aber über 18 Jahre Kinderdepot summiert sich das.
Faustregel: Je niedriger, desto besser – solange der ETF zum gewünschten Index passt.
d) Domizil (Sitz des Fonds)
- Häufig: Irland oder Luxemburg.
- Für dich als Elternteil ist das kein Drama. Hauptsache: UCITS-konform (also nach EU-Standards streng reguliert).
e) Replikationsmethode
- Physisch: ETF kauft echte Aktien. Klingt greifbarer, ist bei World ETFs Standard.
- Synthetisch (Swap): ETF bildet den Index über Tauschgeschäfte nach.
f) Größe & Handelsvolumen
- ETFs mit mehr Volumen (z. B. mehrere Milliarden Euro) sind stabiler, liquider und meist günstiger im Handel.
Das Wichtigste in einem Satz:
Konzentrier dich auf Index + Kosten + Ausschüttung/Thesaurierung. Alles andere ist Bonuswissen – nice to know, aber nicht entscheidend.
FAQ – Typische Fragen von Eltern

„Muss ich den teuersten ETF nehmen, damit er besser läuft?“
Nope. Ein ETF folgt immer seinem Index. Wenn der Index steigt, steigt auch der ETF – egal ob er 0,20 % oder 0,40 % kostet. Teurer heißt nicht automatisch besser.
„Ist ein World ETF wirklich sicher für mein Kind?“
„Sicher“ im Sinne von „gar kein Risiko“ ist die Börse nie. Aber: Ein World ETF ist super breit gestreut – du setzt also nicht alles auf eine Karte, sondern auf hunderte Unternehmen weltweit. Damit sinkt das Risiko deutlich im Vergleich zu Einzelaktien.
„Reicht ein einziger World ETF oder brauche ich mehrere?“
Für die meisten Kinderdepots reicht ein einziger World ETF völlig aus. Alles andere macht es unnötig kompliziert. Lieber kontinuierlich in einen ETF einzahlen, als sich mit fünf Fonds zu verzetteln.
„Was passiert, wenn der Anbieter pleite geht?“
Keine Panik. Ein ETF ist Sondervermögen. Das bedeutet: Selbst wenn der Anbieter (z. B. iShares oder Xtrackers) hops geht, gehört das Geld trotzdem dir bzw. deinem Kind.
„Was ist besser: MSCI World oder FTSE All-World?“
Beide sind top. Der MSCI World hat weniger Länder (nur Industrieländer), der FTSE All-World ist breiter (inkl. Schwellenländer). Am Ende ist es Geschmackssache – Hauptsache, du entscheidest dich für einen und fängst an.
„Thesaurierend oder ausschüttend – was soll ich nehmen?“
Für ein Kinderdepot wählen die meisten Eltern thesaurierend. Das Geld arbeitet automatisch weiter, ohne dass du dich kümmern musst. Ausschüttend kann Sinn machen, wenn du die Erträge direkt nutzen willst (z. B. fürs Taschengeldkonto).
Siehst du? Die meisten Fragen sind gar nicht so kompliziert, wenn man sie einmal klar beantwortet.
Schritt-für-Schritt: So findest du den passenden World ETF fürs Kinderdepot
Du musst kein Finanzprofi sein, um dich durch den ETF-Dschungel zu schlagen. Es reicht, wenn du die wichtigsten Schritte nacheinander gehst – quasi wie ein Kochrezept.
Schritt 1: Den Index wählen
- Willst du nur Industrieländer? → MSCI World.
- Willst du auch Schwellenländer dabei haben? → FTSE All-World.
Tipp: Wie gesagt, beides ist völlig okay, Hauptsache, du entscheidest dich.
Schritt 2: Ausschüttung oder Thesaurierung festlegen
- Thesaurierend (Acc): Erträge werden automatisch wieder angelegt → perfekt für langfristiges Wachstum.
- Ausschüttend (Dist): Gewinne landen regelmäßig auf dem Konto → kann man machen, ist fürs Kinderdepot aber eher unnötig.
Schritt 3: Auf die Kosten achten (TER)
- Such dir einen ETF mit möglichst niedriger TER (Total Expense Ratio).
- Beispiel: 0,20 % statt 0,40 %. Klingt klein, summiert sich aber über 18 Jahre ordentlich.
Schritt 4: Anbieter vergleichen
Die größten und bekanntesten sind:
- iShares (BlackRock)
- Xtrackers (Deutsche Bank)
- Lyxor (Société Générale)
- Vanguard
Die Unterschiede bei diesen Anbietern liegen meist nur in Details.
Schritt 5: Kinderdepot eröffnen
Jetzt brauchst du nur noch ein Depot, das auch für Kinder funktioniert. Viele Banken und Broker bieten das an.
- Klassische Banken: Consorsbank*, ING*, DKB*.
- Neobroker: Trade Republic*, Scalable Capital*.
Tipp: Schau dir an, ab welchem Betrag du Sparpläne starten kannst (manchmal schon ab 1 €). Ideal auch für Geldgeschenke von Oma & Opa.
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Schritt 6: Dranbleiben!
Am wichtigsten: Einfach anfangen und durchhalten. Regelmäßig einzahlen (z. B. 25 € im Monat) – und dann laufen lassen. Keine Panik bei Kursschwankungen, das ist ganz normal.
Siehst du? Schritt für Schritt ist es plötzlich gar nicht mehr so kompliziert.
Fazit
Puh, was für ein Ritt durch den ETF-Dschungel – aber hey, du hast’s geschafft!
Am Anfang sahen die ganzen Namen vielleicht noch aus wie eine Geheimsprache aus Hogwarts, aber jetzt weißt du: Hinter jedem kryptischen Kürzel steckt ein simples Prinzip.
Das Wichtigste nochmal kurz auf den Punkt:
- World ETFs sind easy, weil du mit nur einem Fonds die ganze Welt ins Depot holst.
- Namen lesen ist gar nicht so wild, wenn man weiß, dass es nur um Anbieter, Index, Regulierung und Ausschüttungsart geht.
- Unterschiede wie Kosten (TER), thesaurierend oder ausschüttend und der gewählte Index sind die einzigen Punkte, auf die du wirklich achten musst.
- Perfekt starten kannst du, indem du dir einen günstigen World ETF raussuchst und ihn in einem Kinderdepot per Sparplan besparst.
Und jetzt kommt’s: Es gibt nicht den einen, magischen ETF, mit dem alles besser wird. Viel wichtiger ist, dass du überhaupt loslegst. Jeder Monat, den du früher anfängst, arbeitet das Geld länger für dein Kind – und genau das ist der Gamechanger.
Also: Nicht mehr vom Namenswirrwarr einschüchtern lassen. Entscheide dich, fang an und bleib entspannt. Dein Kind wird dir eines Tages sowas von dankbar sein – und du wirst zurückschauen und denken: „Wieso habe ich da so lange rumgegrübelt?“
Sieh dir am besten jetzt die für mich besten Anbieter im Kinderdepot-Vergleich an, um keine Zeit zu verlieren.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr auf Richtigkeit oder Vollständigkeit. Investitionen sind mit Risiken verbunden. Bitte informiere dich selbstständig und ziehe bei Bedarf eine unabhängige Finanzberatung hinzu.





